Belgien streicht Steuerprivilegien für Ausländer

Der Schirm ist jetzt weg

Belgien soll ein Steuerparadies sein? Es gibt schlechte Nachrichten für die vielen Unternehmervertreter aus dem Ausland, die bisher vom Status eines so genannten „non-résident/Niet-rijksinwoner“ profitierten. Die Staatskassen sind leer, und deshalb gilt jetzt: Wer mehr als 25 Prozent seiner Arbeitszeit außerhalb von Belgien dienstlich unterwegs ist, verliert seine Freibeträge und andere Steuervorteile. Das kann für einen Verheirateten mit Kindern eine Erhöhung der Steuer zwischen 5000 und 10000 € bedeuten. Ein Alleinstehender muss mit einer Steuererhöhung von rund 1700 € rechnen. So ein Gesetz vom 8. Mai 2014 sowie ein königlicher Beschluss vom 18. Juni 2014.

 

Immobilienerwerb in Belgien

eine Investition mit Zukunft

 

 

Wer vor 20 Jahren in beliebten Brüsseler Gemeinden wie Ixelles, Woluwé St. Pierre, Kraainem oder dem EU-Viertel eine Immobilie erworben hat, kann sich glücklich schätzen. Ihm fiel ein Wertzuwachs in Höhe des Dreifachen des Kaufpreises in den Schoß. Viele In- und Ausländer in Brüssel hoffen in den nächsten Jahren auf einen weiteren Wertzuwachs ihres Eigenheims.

Für ihren Optimismus haben sie gute Gründe: Die europäische Metropole wird weiter überproportional viele gutverdienende Ausländer anziehen, die Quote der Immobilienbesitzer im Raum Brüssel mit nur 28 % dürfte weiter ansteigen und schließlich ist die Geburtenrate in Belgien deutlich höher als in Deutschland.

 

Ein Neuanfang und viele Pläne

"Trop d’impôt tue l’impôt"

Der Spitzensteuersatz verdirbt die Staatseinnahmen

 

Die Debatte um die Erhöhung des Spitzensteuersatzes in Deutschland kommt Belgien nicht ungelegen. Abgesehen vom in Belgien längst vorgeschriebenen Mindestlohn, machen auch die hohen Abgaben auf Arbeitseinkommen das Land gegenüber dem starken Nachbarn im Kampf um die Arbeitsplätze wenig wettbewerbsfähig.

 

Kaffeekochen ist mega-out

Belgische Frauen in Spitzenpositionen

 

Während in Deutschland noch über die Frauenquote diskutiert wird, hat das Königreich entschieden. Wer als Frau in einem börsennotierten Unternehmen oder einem Staatsbetrieb in Belgien Karriere machen will, hat beste Chancen. Freie oder freiwerdende Verwaltungsratposten dürfen nur noch an Frauen vergeben werden, bis ein Kontingent von einem Drittel erreicht ist.